Hast du Gefährten gehabt, die sich der Kunst widmeten?

Nur solche mit wenigen Kunstfertigkeiten und denjenigen, deren Sehnsüchte am weitesten von Kunst entfernt waren. Unter denjenigen mit einem offentsichtlicheren Talent keine.

Wie fing nach der Professionalisierungsperiode deine Kunstperiode an?

Kurz nachdem ich in Berlin ankam, 2004, ging ich eine zufriedenstellende Partnerbeziehung ein, während zur gleichen Zeit mein Interesse und Bedürfnis, Bilder zu konstruieren, zunahm. Zwei Jahre später starb meine Mutter und die Beziehung, die ich mit meinen Bildern seither führe, etabliert sich, so scheint es, permanent.

Setzt du deine Kunstausbildung fort? Arbeitest du in irgendeiner Werkstatt oder Institution?

Ich habe keine Kunstausbildung. Ich habe fast immer in Eigenregie gearbeitet, oft im Geheimen, bis auf einen kleinen nahen Freundes- und Familienkreis.

In welchem Stil und Genre produzierst du dein Startwerk?

Wenn wir das Startdatum meines Werkes als das Ankommen in Berlin betrachten, dann halte ich das Genre meines Werkes für gleichbleibend. Im Wesentlichen ist es Folk, auch wenn bestimmte Bilder zum Mysterienspiel, Thriller, zur Romanze oder Komödie gehörend interpretiert werden könnten. Der Stil hat sich sehr langsam entwickelt. Neuerdings ist die Farbskala, in der ein bestimmtes Bild konstruiert ist, reduzierter. Generell sind die Verläufe etwas sanfter und die Kanten verschwommener. Einige Bereiche werden unscharf, es gibt mehr Ockertöne, das Licht erinnert stärker an echte Lichterfahrungen und ist in der Regel gegenwärtiger. Die Vorgänge, die ich am Computer realisiere, sind generell etwas weniger affektiert als zur Anfangszeit und manchmal überlegter.